Das Journal | Pflanzenwissen, Astrologie & Selbstführ

Waldjournal

Manche Gedanken entstehen nicht am Schreibtisch. Sie wachsen zwischen Bäumen, am Küchentisch mit einer dampfenden Tasse Tee oder während eines stillen Morgens, wenn die Welt für einen Augenblick innehält. 

 

Dieses Journal ist eine Sammlung solcher Gedanken. Manche erzählen von Pflanzen, manche von den Sternen, manche von meinem eigenen Weg. 

 

Sie alle verbindet die Hoffnung, dass sie dich ein kleines Stück auf deinem eigenen begleiten dürfen.

Zurück zu dir

Eine Geschichte über das Suchen, Loslassen und Nach-Hause-Kommen

Als wir uns im November zu unserer gemeinsamen 1:1 Session begegneten, befand sich eine
meiner Klientinnen in einer Zeit, in der vieles in Bewegung war. Da waren Fragen, Zweifel und
eine Verbindung zu einem anderen Menschen, die sie tief beschäftigte. Gleichzeitig war da aber
auch diese Sehnsucht nach Klarheit und danach, sich selbst in all dem nicht länger zu verlieren.
Schon kurz nach unserer Session schrieb sie mir, dass sie sich erleichtert und klarer fühlte. Vieles,
worüber wir gesprochen hatten, durfte zunächst einfach nachwirken. Ein Satz aus ihrer persönlichen
Nachbereitung blieb dabei besonders bei ihr:


„Ich ehre die Verbindung und ich wähle mich.“


Damals konnten wir beide noch nicht wissen, wie oft sie in den kommenden Monaten genau zu
diesem Gedanken zurückkehren würde.
Denn ihr Weg verlief nicht plötzlich geradeaus, nur weil wir miteinander gesprochen hatten und
vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum ich ihre Geschichte heute so wertvoll finde.
Das Leben ging weiter. Alte Themen tauchten noch einmal auf, ein Mensch aus ihrer Vergangenheit
suchte erneut ihre Nähe und gleichzeitig trat jemand Neues in ihr Leben. Was zunächst nach einem
neuen Anfang aussah, wurde für sie zu einer weiteren Erfahrung, aus der sie etwas über sich selbst
lernen und schließlich wieder loslassen durfte.
Es gab schöne Momente und schwierige, neue Erkenntnisse und Zeiten, in denen sie wieder suchte.
Sie las, hinterfragte, beobachtete sich selbst und versuchte weiterhin zu verstehen, was all diese
Erfahrungen ihr zeigen wollten.
Doch irgendwann begann sich die Richtung ihrer Fragen zu verändern.
Statt immer wieder danach zu schauen, was ein anderer Mensch tat, warum etwas geschah oder wie
sich eine Situation entwickeln könnte, begann sie ihre Aufmerksamkeit immer stärker zu sich selbst
zurückzuholen.
In ihrer Mail schrieb sie mir später von den Fragen, die sie sich in dieser Zeit stellte:
Wie möchte ich mich eigentlich fühlen? Wie soll es für mich sein? Was möchte ich erleben? Was
erlaube ich mir selbst?

Nicht: Was muss im Außen geschehen, damit es mir gut geht?
Sondern: Wie möchte ich mein eigenes Leben erfahren?
Für mich liegt zwischen diesen beiden Blickrichtungen eine ganze Welt.


Ein Weg, der nicht mit unserer Session endete


Ende Juli, rund acht Monate nach unserer Begegnung, erreichte mich eine Mail von ihr. Ich hatte
mich bei ihr gemeldet und gefragt, wie es ihr inzwischen ging, und mit einer solchen Antwort hatte
ich nicht gerechnet.
Sie erzählte mir von den Monaten seit unserer Session, von neuen Erkenntnissen und alten Mustern,
von Begegnungen und Abschieden und davon, wie sie manches noch einmal völlig neu betrachtet
hatte.
Auch unsere damalige Nachbereitung hatte sie wieder hervorgeholt. Der Satz „Ich ehre die
Verbindung und ich wähle mich“
war noch da, aber etwas anderes hatte sich verändert.
Sie beschrieb es nicht als den Moment, in dem plötzlich alle Fragen beantwortet waren oder ihr
Leben vollkommen geworden war. Was sie beschrieb, war viel stiller und für mich gerade deshalb
so berührend.


Sie schrieb: „Ich bin in mir zuhause.“


Sie kannte Ruhe und Frieden bereits vorher. Sie hatte daran gearbeitet, hatte versucht, diese Gefühle
bewusst herzustellen und konnte sie auch immer wieder spüren. Doch dieses Mal, so beschrieb sie
es, war etwas anders. Es fühlte sich nicht mehr wie etwas an, das sie erreichen oder festhalten
musste, sondern wie etwas, das tiefer in ihr angekommen war.
Und plötzlich wurden auch viele Dinge, die vorher so wichtig erschienen, leiser.
Wünsche waren noch da. Pläne waren noch da. Das Leben im Außen war noch dasselbe Leben.
Doch dieses Gefühl, dass etwas fehlen müsse, hatte an Bedeutung verloren.
Ein Satz aus ihrer Mail beschreibt für mich vielleicht am schönsten, was sich in ihr verschoben
hatte:


„Ich habe lange gesucht und bin endlich fündig geworden – in mir!“


Entwicklung bedeutet nicht, nie wieder zu zweifeln


Was ich an ihrer Geschichte besonders wertvoll finde, ist, dass sie nicht dort endet.
Denn auch nachdem sie dieses tiefe Gefühl von Ruhe erlebt hatte, gab es wieder einen unruhigen
Tag. Sie hatte schlecht geschlafen und bemerkte, wie alte Gedanken auftauchten.
Früher, schrieb sie mir, hätte genau das wahrscheinlich eine neue Suche ausgelöst. Sie hätte sich
gefragt, ob sie doch noch nicht angekommen sei, ob sie wieder etwas tun, verstehen oder
recherchieren müsse.
Dieses Mal begegnete sie diesem Moment anders und vielleicht zeigt sich Veränderung manchmal
genau darin.
Nicht darin, dass wir nie wieder zweifeln, unruhig werden oder aus unserer Mitte geraten, sondern
darin, dass wir uns darin nicht mehr sofort verlieren.
Wir können bemerken, was gerade geschieht, ohne daraus die Geschichte zu machen, dass mit uns
etwas nicht stimmt oder wir wieder ganz von vorne anfangen müssen.
Auch das ist für mich ein Teil von Nach-Hause-Kommen.


Was unsere Begegnung damit zu tun hatte


Es wäre leicht, aus dieser Geschichte eine klassische Vorher-Nachher-Erzählung zu machen.
Eine Frau kommt mit Fragen in eine Session und Monate später hat sie zu sich selbst gefunden.
Aber so funktioniert Entwicklung nicht und ich möchte auch nicht so tun, als würde sie es tun.
Zwischen unserer Begegnung im November und ihrer Mail im Juli lagen acht Monate ihres Lebens.
Monate voller eigener Entscheidungen, Erfahrungen, Erkenntnisse, Bücher, Begegnungen,
Abschiede und innerer Prozesse.


Diesen Weg ist sie gegangen.
Unsere Session war ein besonderer Teil davon.

„Ich bin sehr dankbar, dass ich damals zu dir geführt wurde. Du hast maßgeblich dazu beigetragen, dass ich in meine Spur zurückgefunden habe. Danke Stefanie!“

– Rückmeldung meiner Klientin, acht Monate nach unserer Session


Ich sehe meine Aufgabe genau darin: den Rahmen zu halten, die tiefen Zusammenhänge
aufzuzeigen und dir dein eigenes Licht wieder zu spiegeln, damit du deinen Weg selbstbewusst und
in deiner eigenen Kraft weitergehen kannst.
Ein Impuls, ein Moment, in dem etwas klarer wurde. Vielleicht ein Satz, der lange genug geblieben
ist, um zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal eine ganz andere, tiefere Bedeutung zu
bekommen.
Genau darin sehe ich meine Arbeit.
Ich möchte Frauen nicht erzählen, wie ihr Weg aussehen muss. Ich möchte ihnen auch nicht das
Gefühl geben, dass ich eine Antwort besitze, die ihnen selbst fehlt.
Ich möchte einen Raum schaffen, in dem etwas sichtbar werden darf. Einen Raum, in dem
Zusammenhänge klarer werden können und die eigene Wahrnehmung wieder mehr Gewicht
bekommt. Manchmal entsteht daraus unmittelbar eine Entscheidung, manchmal beginnt etwas erst
Monate später wirklich zu wirken.
Was daraus entsteht, gehört immer der Frau selbst.


Vielleicht bist du noch mitten im Suchen


Vielleicht berührt mich diese Geschichte auch deshalb so sehr, weil ich weiß, wie leicht wir glauben
können, wir müssten endlich irgendwo ankommen.
Wir lesen noch ein Buch, suchen noch eine Antwort, versuchen noch etwas zu verstehen und hoffen,
dass irgendwann dieser eine Moment kommt, ab dem wir nie wieder zweifeln.
Doch sieht Nach-Hause-Kommen ganz anders aus.
Es bedeutet nämlich nicht, dass das Leben ruhig wird.
Vielleicht bedeutet es, dass wir in uns einen Ort entdecken, zu dem wir auch dann
zurückkehren können, wenn es das Leben nicht ist.

Die Frau, die mir im Juli schrieb, war nicht dieselbe Frau, die acht Monate zuvor mit mir in dieser
Session saß. Nicht weil jemand sie verändert hätte, sondern weil sie selbst bereit war, ihren Weg
weiterzugehen, hinzusehen, loszulassen und sich immer wieder neu zu wählen.
Genau dafür feiere ich sie.
Für ihren Mut, nicht bei der ersten Antwort stehen zu bleiben. Für ihre Bereitschaft, auch die
unbequemen Teile ihres Weges anzuschauen. Für die Entscheidungen, die sie getroffen hat und vor
allem dafür, dass sie irgendwann aufgehört hat, ihr Zuhause ausschließlich in einer Antwort, einem
Menschen oder einem bestimmten Ausgang im Außen zu suchen.


Bis sie sagen konnte: „Ich bin in mir zuhause.“


Wahrscheinlich ist das am Ende gar nicht der Punkt, an dem die Reise endet, sondern der Punkt,
von dem aus wir beginnen, unseren eigenen Weg wirklich zu gehen

Vielleicht beginnt dein Weg gerade hier.

Wenn du merkst, dass du dich im Suchen, Zweifeln oder in den Antworten anderer immer wieder selbst aus dem Blick verlierst, kann eine 1:1 Session ein Raum sein, in dem wir gemeinsam hinschauen.

Nicht, damit ich dir sage, welchen Weg du gehen sollst, sondern damit wieder klarer werden kann, was in dir längst da ist.

Zur 1:1 Session „Zurück zu dir“

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